4.2 Schulter-Kopf-Schulter
Die Schulter-Kopf-Schulter Formation gilt als zuverlässiges- und sehr offenkundiges Signal für Trendumkehr. Die Formation ähnelt dabei einem Kopf mit rechter- und linker Schulter.

Ein Aufwärtstrend ist durch die treppenförmige Ausbildung von höheren Hochs sowie höheren Tiefs gekennzeichnet und endet bei Nichtfortsetzung des treppenförmigen Anstiegs. Im Chart sind die „linke Schulter“ und der „Kopf“ die beiden letzten höheren Hochs.
Die rechte Schulter wird durch optimistische Marktteilnehmer gebildet, die weitere Kursanstiege anstreben. Dieses Vorhaben scheitert jedoch und bedeutet das Ende des Aufwärtstrends. Der eingeleitete Abwärtstrend wird schließlich durch den Durchbruch der „Halslinie“ bestätigt.
Intakte Aufwärtstrends werden durch kontinuierlich steigendes Handelsvolumen begleitet. Indiz für eine nicht intakte Aufwärtsbewegung ist das geringere Volumen im Bereich des „Kopfes“ im Vergleich zur „linken Schulter“. Eine typische Schulter-Kopf-Schulter Formation ist durch die Verringerung des Volumens im „Kopfbereich“ und weiteren Volumenreduzierungen im Bereich der „rechten Schulter“ gekennzeichnet.
Nach dem Durchbruch durch die Halslinie ist es durchaus üblich, dass kurzfristig Anstrengungen unternommen werden die Halslinie erneut nach oben zu durchbrechen, um den Aufwärtstrend wieder instand zu setzen. Wenn dies nicht gelingt, setzt gewöhnlich ein schneller Abwärtstrend ein, begleitet von steigenden Handelsvolumina.
Eine inverse Schulter-Kopf-Schulter Formation ist die horizontale Spiegelung einer Schulter-Kopf-Schulter Formation und tritt häufig in Marktphasen auf, die einen Tiefstand ausbilden. Wie bei einer „normalen“ Schulter-Kopf-Schulter Formation geht das Volumen im Laufe der Formationsbildung zurück. Ist die „Halslinie“ einmal nach oben durchbrochen, beginnt ein neuer Aufwärtstrend begleitet von steigenden Handelsvolumen.