5.3 MACD

Der MACD (Moving Average Convergence Divergence) wird durch zwei exponentiell gleitende Durchschnitte gebildet. MACD kombiniert Oszillatorentechnik und Oszillatorenhistogramm. Die MACD-Linie (schnelle Linie) ist die Differenz von zwei exponentiell gleitenden Durchschnitten auf Schlusskursbasis der letzten 12 und 26 Perioden. Die Signal-Linie (langsame Linie) ist ein 9 Perioden exponentiell gleitender Durchschnitt der MACD-Linie.

Kauf- und Verkaufsignale werden an den Schnittpunkten der Linien generiert. Durchbricht die schnelle MACD-Linie die Signal-Linie nach oben, wird ein Kaufsignal ausgelöst. Umgekehrt wird ein Verkaufssignal gebildet, wenn die MACD-Linie die Signal-Linie nach unten durchbricht.

In diesem Sinne ähnelt der MACD-Oszillator einer Oszillatorkonstruktion mit zwei gleitenden Durchschnitten (GDF). Jedoch nehmen die MACD-Werte die Gestalt einer Linie und nicht die eines Balkendiagramms (Histogrammes) an. Bei einem überkauften Zustand ist der Abstand zwischen Nulllinie und im positiven Bereich liegenden MACD- und Signal- Linien überproportional groß.

Ein überverkaufter Zustand wird markiert, wenn MACD- und Signal-Linie sich im negativen Bereich befinden und überproportional weit von der Nulllinie entfernt sind. Die zuverlässigsten Kaufsignale werden generiert, wenn sich beide Linien deutlich im negativen Bereich befinden und sodann die schnelle MACD-Linie die langsame Signal-Linie nach oben durchbricht.

Daneben werden beim Durchbrechen der Nulllinie nach oben bzw. unten Kauf- bzw. Verkaufsignale ausgelöst.

 

Divergenzen

Eine negative (bärische) Divergenz entsteht, wenn MACD-Linie und Signal-Linie im überkauften Terrain liegen und beginnen zu sinken, während der Kurschart weiter nach oben tendiert. Dies ist oft eine Frühwarnung, dass sich der Aufwärtstrend des Kurscharts am Ende befindet.

 

 

Eine positive (bullische) Divergenz wird gebildet, wenn MACD- und Signal-Linie in überverkauftem Terrain liegen und sich nach oben bewegen, während der Kurschart weiter nach unten tendiert. Dies ist oft eine Frühwarnung, dass der Abwärtstrend des Kurscharts kurz vor dem Ende steht.

 

 

MACD-Histogramm
Zusätzlich kann ein Balkendiagramm (Histogramm) im Chartbild abgetragen werden, welches die Differenz zwischen MACD- und Signal-Linie darstellt. Insbesondere wenn das Balkendiagramm positive Werte aufweist und sodann die Balken kleiner werden, schwächt sich der Aufwärtstrend. Wenn sich das Balkendiagramm im negativen Terrain befindet und sich die Balken auf die Nulllinie zurückbewegen, verliert der Abwärtstrend an Momentum.

 

 

Die Bewegung der Balken zurück auf die Nulllinie ist immer zeitlich dem Schnittpunkt von MACD- und Signal Linie vorgelagert. Jedoch sollte auch in diesem Fall stets der vorrangige Trend im Kurschart beachtet werden.