4.6 Flaggen und Wimpel
Die Flaggenformation und Wimpelformation repräsentieren kurze Ruhephasen in sich schnell bewegenden Märkten. Beiden Formationen gehen starke Kursanstiege bzw. erhebliche Kursverluste voraus. Flaggen- und Wimpelformationen korrigieren überkaufte- bzw. überverkaufte Zustände. Sie haben eine Pufferfunktion, um einen übergeordneten Aufwärtstrend bzw. Abwärtstrend kurzfristig anzuhalten bzw. zu konsolidieren.

Die Formationsbildung beträgt weniger als drei Wochen und ein anschließender Ausbruch in Richtung des übergeordneten Trends gilt als nahezu sicher. Eine Flaggenformation wird während eines ansteigenden Trendverlaufes durch zwei nahezu parallele Linien mit leicht negativen Steigungen markiert.
Solange sich die Preise innerhalb der Formation bewegen, ist das Volumen rückläufig. Ein anschließender Formationsausbruch durch die obere parallele Linie ist durch starke Volumenanstiege und sprunghafte Kursbewegungen in Richtung des übergeordneten Gesamttrend gekennzeichnet.
Vor dem Hintergrund eines übergeordneten fallenden Trendverlaufes bilden sich zwei parallele Linien mit leicht positiven Steigungen. Analog gilt rückläufiges Volumen während der Formationsbildung, welches sich bei Formationsausbruch durch die untere parallele Linie signifikant erhöht.
Wimpel bestehen aus zwei zusammenlaufenden Trendlinien. Während der Formationsbildung ist das Volumen niedrig und steigt bei Formationsausbrüchen nach oben (übergeordneter Aufwärtstrend) bzw. nach unten (übergeordneter Abwärtstrend) überproportional an.