Soros setzt auf Goldblase beim Goldpreis aktuell

Investorenlegende George Soros verdoppelt seine Goldbestände. Der erfolgreichste Hedge Fonds Manager aller Zeiten rechnet mit einem steigenden Goldpreis. Aktuell kostet die Feinunze (31,1 Gramm) 1.723 Dollar bzw. 1.311 Euro. Die Rekordhochs vom September 2011 bei 1.921 Dollar/ 1.375 Euro befinden sich jedoch in Tuchfühlung.

Soros Fund Management LLC hat seine Anteilen an dem weltweit größten Goldfonds SPDR von 48.350 auf 85.450 Anteile erhöht im vierten Quartal 2011, zeigen Statistikaufzeichnungen der amerikanischen Börsenaufsicht. Soros sprach vor zwei Jahren von der ultimativen Goldblase. Gleichzeitig fügte er hinzu, es sei rational zu Beginn einer Blase zu kaufen.

Der 81-jährige Multimilliardär geht offenbar derzeit nicht von einem Platzen. Vielmehr rechnet er wohl mit einer immer größer werdenden Goldblase in den nächsten Jahren und will an ihrer Bildung Geld verdienen. Soros hat die von ihm über zeitweise mehr als 30 Jahren anvertrauten Kundegelder im letzten Jahr zurückgegeben und verwaltet seitdem nur noch sein eigenes Geld.

Gold-Rallye

Die Goldpreisentwicklung 2012 befindet sich in ihrem zwölften Anstiegsjahr in Folge. Im Februar des Jahres 2001 kostete die Feinunze 254 Dollar. Seitdem hat sich das gelbe Edelmetall mehr als versiebenfacht. Anfang September 2011 klettert der Goldkurs auf 1.921 Dollar und markierte ein Allzeithoch.

Marktbeobachter führen den steilen Anstieg auch auf die Anwesenheit vielen Privatanleger zurück. Clevere Geschäftsleute haben den Goldmarkt in den letzten Jahren für viele Kleinanleger geöffnet. Wer heute physisches Gold kauft, zahlt deutlich weniger Gebühren als noch vor zehn Jahren. Darüber hinaus kann man durch Goldfonds an der Wertsteigerung des gelben Edelmetalls eins zu eins partizipieren ohne es einlagern zu müssen.

Das aktuelle Marktumfeld ist der Goldpreisentwicklung auch im zwölften Jahr hintereinander zuträglich. Die Notenbanken pumpen immer mehr Papiergeld in die Finanzmärkte, um die Wirtschaft auf einen robusten Wachstumspfad zurück zu bringen. Neben EZB und Fed betreiben auch Bank von Japan, Bank von England und Schweizerische Nationalbank eine extrem expansive Geldpolitik.