Silberpreisentwicklung trotz Dollarregen auf Rückzug
Die Silberpreisentwicklung taumelt. Das weiße Edelmetall fällt auf 39,87 Dollar je Feinunze und hat gleichzeitig eine wichtige Trendlinie durchbrochen. Charttechniker prognostizieren eine Fortsetzung der Talfahrt. Der mittelfristige Aufwärtstrend, welcher die Silberpreisentwicklung von 33,35 auf 44,20 Dollar (+32,54 Prozent) beförderte zwischen dem 27. Juni und dem 23. August 2011, hat sich erübrigt.
Ein Ende des Trendverlaufs kündigt sich seit Anfang September 2011 an. Damals kletterte die Silberpreisentwicklung zwar auf ein Monatshoch bei 43,40 Dollar. Allerdings schaffte es der Silberkurs nicht das vorangegangene Hoch des Trendverlaufs bei 44,20 Dollar vom 23. August 2011 zu überbieten. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurde das Ende des Aufwärtstrends eingeläutet.
„Die Silberpreisentwicklung wird auf 38,00 Dollar fallen bis Ende September 2011“, meint der Rohstoffexperte Spencer Patton von der US-Firma Steel Vine. Silber erscheine verletzbar, nachdem es am 12. September 2011 es die mittelfristige Trendlinie durchbrochen habe, erläuterte Patton gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg.
Aus fundamentaler Sicht ändert auch der plötzliche Dollarregen für Banken nichts an dem negativen Ausblick für den Silberkurs. Die Europäische Zentralbank (EZB) gab überraschend bekannt, Geschäftsbanken im Euroraum mit Zusatz-Dollars zu versorgen. Dies habe man mit der US-Notenbank Fed, der Bank von England, der Schweizerischen Nationalbank und der Bank von Japan vereinbart.
Langfristig schreiben Charttechniker die Silberpreisentwicklung jedoch nicht ab. Das weiße Edelmetall kletterte von 8,45 auf 49,84 Dollar (+489,82 Prozent) zwischen dem 28. Oktober 2008 und dem 25. April 2011. Die Silber Wetten von Spekulanten am Terminmarkt bestätigen diesen Trend. Der Saldo zwischen Kauf- und Verkaufskontrakten von spekulativen Konten an der Metallbörse COMEX liegt aktuell bei +27.207 Kontrakten.