Schwache Währung oder starke Währung?
Ein subjektiver, jedoch sehr nützlicher Sentiment Indikator ist das Verhalten einer Währung nach dem Erscheinen von deutlich schlechter als erwarteten Fundamentalnachrichten.
Befindet sich EUR/USD in einem starken Abwärtstrend wie in September und Oktober 2009 und Fundamentalnachrichten (wie ISM oder US-Arbeitslosenzahlen) sind deutlich schlechter als erwartet, können dem US-Dollar jedoch nichts antun, ist das ein Zeichen der Stärke. Die schlechten Fundamentalnachrichten perlen gewissermaßen am US-Dollar ab und können die kontinuierliche Aufwertung gegenüber dem Euro nur kurz unterbrechen, jedoch nicht stoppen bzw. umkehren.
Ein ähnliches Szenario konnte man bei der Euro-Aufwertung über 1,60 US-Dollar im 2. Quartal 2008 beobachten.
