März Goldpreisentwicklung schwach bei $1.636
Die Goldpreisentwicklung im März 2012 hat es ungemein schwer. Seit drei Wochen befindet sich das gelbe Edelmetall auf einen Sturzflug. Der Goldkurs verliert mehr als 150 Dollar und steht kurz davor unter die Marke von 1.600 Dollar pro Feinunze (31,1 Gramm) abzutauchen. Steigende Zinsen für amerikanische Staatsanleihen bei einer gleichzeitig rückläufigen Kerninflationsrate machen Gold zu schaffen.
Zwischen dem 29. Februar und dem 14. März 2012 fiel die Goldpreisentwicklung von 1.792 auf 1.636 Dollar (-8,7 Prozent). Aktuell kann sich die Feinunze ein wenig stabilisieren und kostet 1.655 Dollar. Beim Goldkurs in Euro fallen die prozentualen Verluste weniger stark aus. Es geht von 1.344 auf 1.252 Euro (-6,84 Prozent) nach unten zwischen dem 22. Februar und dem 16. März 2012.
Wegen dem verbesserten Wirtschaftswachstum der USA steigen die Renditen für US-Staatsanleihen. Die Umlaufrenditen für zehnjährigen Treasuries kletterten in den letzten zwei Wochen von 1,94 auf 2,27 Prozent. Für Investoren werden die Festverzinslichen im direkten Vergleich zu Gold auch attraktiver, weil man bei dem gelben Edelmetall zu 100 Prozent von Kursgewinnen abhängig ist.
Die Kerninflationsrate in den USA steigt derweil weniger stark als prognostiziert. Die Teuerung, welche Energie- und Nahrungsmittelpreise nicht berücksichtigt, erhöhte sich zwischen Januar im Februar um 0,1 Prozent. Inflationsgefahren sind, wie es die Fed stets beteuert, bisher nicht sichtbar, was die Goldpreisentwicklung im März 2012 zusätzlich in Bedrängnis bringt.
Unterdessen haben Goldspekulanten ihrer Wetten deutlich reduziert an der New Yorker Metallbörse Comex. Die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskontrakten fiel von +193.220 auf +150.906. Marktbeobachter sagen, dass viel Investoren in den letzten Wochen von Gold in dividendenstarke Aktien umgesattelt haben.