Was ist Kursbewegung?

Kursbewegung (engl. Price Action) ist die Kunst Charts zu lesen ohne Zuhilfenahmen von Indikatoren. Es werden nur die Kerzen (Candlesticks) betrachtet und keine Indikatoren wie MACD, Gleitende Durchschnitte etc. abegtragen. Die Kursbewegung (Price Action) ist eine Art Fußabdruck von Währungspaaren.

Warum keine Indikatoren wie MACD, RSI...?
Das Problem mit Indikatoren ist, dass sie der Kursentwicklung hinterherhinken. Sie bereiten die Vergangenheit der Kursbewegung auf, haben jedoch keine Aussagekraft für die Zukunft. Indikatoren sind eine Kopie der Kursbewegung, in vielen Fällen eine sehr schlechte Kopie, da sie die Realität insbesondere im Forex-Handel stark verzerren können.

Währungen werden rund um die Uhr 5 Tage die Woche gehandelt. Wenn wir uns EUR/USD anschauen, so werden die wichtigsten Bewegungen während der London Session und New York Session realisiert. In der Tokio Session geht es oft seitwärts aufgrund von vergleichsweise niedrigen Volumina.

Ein Indikator wie der MACD kann dies nicht erkennen. Es ist logisch, dass Muster die der MACD während der Tokio-Session bildet, oft wenig Aussagekraft haben. Gefährlich wird es nun, wenn man in der London-Session beginnt zu traden und seine Analyse auf Indikatorenmuster der Tokio-Session aufbaut.

Der Kurs ist der einzige führende Indikator
Aufgrund der Art und Weise der Kursbewegung kann man qualifizierte Prognosen anstellen. Das Prinzip: Man schaut sich lieber das Original (=Kursbewegung) an, anstatt eine billige Kopie in Form eines Indikators (z.B. MACD). Wenn man die Kursbewegung versteht, lassen sich Indikatoren wie der MACD effizienter und zielgenauer einsetzen (z.B. als einfacher Kauf- oder Verkaufsauslöser nach bestimmten Kursbwegungen). Man kann auch auf Indikatoren komplett verzichten.