Goldpreisentwicklung rauscht in einen Bären-Markt
Aus dem Goldpreis aktuell geht die Luft raus. So kostet die Feinunze (31,1 Gramm) nur noch 1.563 Dollar. Damit ist das gelbe Edelmetall um 200 Dollar billiger als vor zwei Wochen. Gleichzeitig liegt die Goldpreisentwicklung 18,72 Prozent niedriger als am 6. September 2011. Damals kletterte Gold auf ein Allzeithoch bei 1.923 Dollar am Terminmarkt und 1.921 Dollar am Kassamarkt.
Rohstoffanalysten rechnen bereits mit einem Rückfall in einen so genannten Bären-Markt. Wenn der Goldpreis um 20 Prozent unter seinem Rekordhoch läge, wäre eine solche negative Börsenphase eingeleitet. Dafür müsste das gelbe Edelmetall unter 1.538 Dollar sinken. Der Goldkurs in Euro befände sich unterhalb von 1.100 Euro in einem Bären-Markt. Aktuell kostet Gold im Euroraum 1.212 Euro je Feinunze bzw. 38,97 Euro pro Gramm.
Große Schwierigkeiten bereitet der Goldpreisentwicklung kurz vor dem Jahreswechsel der wieder erstarkte Dollar. Am Devisenmarkt ist der Euro chancenlos und fällt unter die Marke von 1,30 Dollar. Aktuell nähert sich die europäische Gemeinschaftswährung ihrem Jahrestief vom 10. Januar 2011 bei EUR/USD 1,2872. Wenn auch diese Niveau nicht halten sollte, droht ein Absturz zur nächsten Unterstützung bei 1,2670.
Jahresplus
Trotz des Sinkflugs der letzten Monate wird die Goldpreisentwicklung 2011 mit großer Wahrscheinlichkeit eine positive Performance einfahren. Wer zu Jahresbeginn am 3. Januar 2011 das gelbe Edelmetall bei 1.419 Dollar gekauft hat, der liegt aktuell mit 119 Dollar bzw. +10,15 Prozent in der Gewinnzone.
Anders sieht es bei der Silberpreisentwicklung aus. Das weiße Edelmetall weist mittlerweile eine negative Jahresperformance auf. Unter dem Strich verbilligte sich die Silberunze in den letzten 11,5 Monaten um -6,79 Prozent von 30,90 auf 28,80 Dollar je Feinunze. Das 31-Jahreshoch vom Ostermonat bei 49,84 Dollar liegt in weiter Ferne.