Goldpreisentwicklung 2011 bei $1.632 und auf $2.000?

Die Gold Preisentwicklung 2011 kletterte auf einen Rekord bei 1.632,50 Dollar je Feinunze. Schuldenpoker und schwache Wachstumszahlen beflügelten das gelbe Edelmetall. Hinzu kam ein Aufflammen der Euro-Krise in Spanien und Zypern. Beider Länder werden von den Ratingagenturen derzeit besonders genau unter die Lupe genommen. Spanien könnte seine Bonitätsnote „Aa2“ bei der Agentur Moody’s Investor Service in den nächsten Monaten verlieren.

Das Wirtschaftswachstum der Vereinigten Staaten blieb im zweiten Quartal 2011 mit +0,33 Prozent gegenüber dem Vorquartal unter den Erwartungen. Volkswirtschaftler hatten mit einem BIP-Anstieg in Höhe von +0,43 Prozent gerechnet. Darüber hinaus korrigierten die Statistiker das Wachstum im ersten Quartal 2011 nachträglich von +0,45 auf +0,10 Prozent nach unten. Wenn sich keine Besserung einstellt in der zweiten Jahreshälfte, muss mit einem erneuten Eingreifen der US-Notenbank Fed gerechnet werden.

Sollte die Fed ihre dritte quantitative Lockerung im Zuge der Finanzkrise durchführen, dann dürfte die Gold Preisentwicklung 2011 womöglich auf 2.000 Dollar steigen. Zwar will sich Notenbank-Chef Ben Bernanke alle Optionen offen halten. Allerdings sagte er bei einer Anhörung vor dem US-Kongress, dass er derzeit ein weiteres Ankaufprogramm von Staatsanleihen nicht vorbereite. Die Fed rechne damit, dass sich in den kommenden Monaten die US-Wirtschaft aus eigener Kraft erhole.

Schuldenobergrenze

Für den Fed-Präsidenten von St. Louis, James Bullard, ist die Schuldengrenze entscheidend. Eine Anhebung der Schuldengrenze könnte eine entscheidende Unbekannte aus dem Weg räumen, welche bislang die wirtschaftliche Expansion gebremst habe, sagte Bullard bei der Notenbank-Konferenz in Jackson Hole. Um höheres Wachstum zu bekommen, sei es erforderlich diese Unsicherheit zu beseitigen.

Unterdessen zeichnet sich eine Einigung zwischen Demokraten und Republikanern ab. Man habe sich auf ein Grundgerüst zur Anhebung der Schuldenobergrenze verständigt, meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Demnach sollen im Zuge einer Erhöhung staatliche Ausgaben in Höhe von einer Billion Dollar gekappt werden. Gleichzeitig wird ein Arbeitskreis eingesetzt, der weitere Vorschläge für Ausgabenkürzungen in Höhe von 1,8 Billionen Dollar erarbeiten muss bis Ende November 2011.

Auf kurze Sicht besteht für die Gold Preisentwicklung 2011 Rückschlagpotential. Ein vorläufiges Endes des Schuldenstreits könnte eine charttechnische Korrektur einleiten. Der Goldpreis kletterte von 1.478,05 auf 1.632,50 Dollar (+10,45 Prozent) zwischen dem 1. Juli und dem 29. Juli 2011. Technische Analysten erwarten einen Rücksetzer auf 1.581,00 Dollar, bevor das gelbe Edelmetall seine Bergfahrt wieder fortsetzt.