2.3. Die Grundversion des Mundell-Fleming Modells
Das Mundell-Fleming Modell ist ein kurzfristig keynesianisch geprägtes Modell mit starren Güterpreisen und nachfragebestimmten Bruttoinlandsprodukt (BIP). Nach Keynes kommt der aggregierten Nachfrage eine Schlüsselrolle bei der Erklärung kurzfristiger Wirtschaftsschwankungen zu.
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Es werden Leistungsbilanzansätze zur Wechselkursbestimmung angeführt. Das Modell von Mundell untersucht die kurzfristigen Auswirkungen von Geld- und Fiskalpolitik in einer kleinen offenen Volkswirtschaft und ist Basis der keynesianischen Wechselkurstheorie. Dabei wird das von Hicks entwickelte IS-LM Modell
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einer geschlossenen Volkswirtschaft um den Außenhandel und Kapitalmobilität ergänzt.
Das Modell erläutert die Reaktion von Kapitalbewegungen auf Zinsdifferentiale und den Einfluss von Nettoexporten auf die relativen Preise von inländischen- und ausländischen Gütern – dem realen Wechselkurs. Eine kleine offene Volkswirtschaft ist dadurch gekennzeichnet, dass wirtschaftspolitische Entscheidungen, keinen Einfluss auf ausländische ökonomische Variablen ausüben. Das Ausland wird als homogenes Gebiet mit einheitlicher Währung angesehen. Ökonomische Variablen, wie der ausländische Zinssatz i*, das ausländische Einkommen Y* und das ausländische Preisniveau P* sind für das Inland exogen. Es wird von vollständiger Kapitalmobilität ausgegangen. Dies bedeutet, dass das Inland soviel Kapital wie es möchte an den internationalen Finanzmärkten leihen oder anlegen kann.
Inländische- und ausländische Anlagen in Vermögensgegenstände sind vollkommene Substitute. Informations- und Transaktionskosten werden nicht berücksichtigt. Der Wechselkurs liegt statischen Erwartungen zugrunde. Somit stimmt der Kassa- mit dem Terminwechselkurs überein und bei vollständiger Arbitrage muss der inländische Zinssatz i dem exogen bestimmten Weltzinssatz i* entsprechen.
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Im Inland wird ein homogenes Gut produziert, dass ein unvollständiges Substitut zum Auslandsgut darstellt. Es herrscht ein vollständig elastisches inländisches Güterangebot bei Unterbeschäftigung vor.
Mundell demonstriert in seinem Modell, dass die Wirkung der Stabilisierungspolitik von der internationalen Beweglichkeit der Vermögensgegenstände abhängt. Die Effekte der Geld- und Fiskalpolitik hängen dabei vor allem von dem Wechselkurssystem ab. Bei flexiblen Wechselkursen kommt der Geldpolitik eine Schlüsselrolle zu, wohingegen die Fiskalpolitik eine untergeordnete Rolle spielt. Bei festen Wechselkursen spielt die Fiskalpolitik die entscheidende Rolle und der Geldpolitik kommt so gut wie keine Bedeutung zu.
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Vgl. Hicks, J. R. (1937). Das IS-LM Modell bestimmt das kurzfristige Gleichgewicht in einer Volkswirtschaft als Schnittpunkt von zwei individuellen Gleichgewichtskurven. Die IS-Kurve bildet den nominalen Zinssatz und das Inlandseinkommen (Inlandsoutput) ab. Sie zeigt die Kombinationen, bei denen zwischen Inlandseinkommen und Devisenmärkten ein Gleichgewicht besteht. Die LM-Kurve bestimmt die Kombinationen bei der sich Geldnachfrage und Geldangebot im Gleichgewicht befinden. Das IS-LM Modell sagt aus, dass Investitionen und Konsumausgaben in negativem Zusammenhang mit dem erwarteten realen Zinssatz stehen.