EU: Inflationsraten (HVPI)
Veröffentlichung: 10:30 MEZ, 1. Woche Flash, 3. Woche Final
Quelle: Eurostat
Priorität: Hoch
Aufgrund des Auftrages der EZB die annualisierte Inflationsrate in der Eurozone kleiner, jedoch nach 2% zu halten, ist der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) ein besonders wichtiger Indikator. Da ein vorläufige Wert bereits in der 1. Woche jeden Monats kommt, ist die Aktualität stets gewährleistet.
Aufgrund des Auftrages der Preisstabilität der Europäischen Zentralbank sind Werte deutlich über 2,0% Alarmsignal. Eine Erhöhung des Leitzinssatzes könnte unmittelbar bevorstehen. Dabei nimmt die EZB wenig Rücksicht auf die wirtschaftliche Lage in der Eurozone. Ein Beispiel dafür war die Erhöhung um 25 Basispunkte auf 4,25% im Juli 2007. Die annualisierte Inflationsrate in der Eurozone war aufgrund der hohen Rohstoffpreise nahe 4 Prozent. Der wirtschaftliche Abschwung bereits sichtbar. Die Falken in der EZB haben eine Zinserhöhung trotzdem durchgesetzt.
Einfluss EUR/USD
Es kann keine generelle Aussage getroffen werden, wie EUR/USD reagiert bei niedrigen, -mittleren- oder hohen Inflationsraten. Fakt ist, wenn die mittel- bis langfristigen Inflationserwartungen deutlich über 2% liegen, greift umgehend die EZB und erhöht den Leitzins. Kurzfristig ist dies positiv für den Euro, da die Zinsdifferenz zwischen den USA und der Eurozone steigt. Langfristig nimmt man durch diese Politik ein langsames wirtschaftliches Wachtum im Vergleich zur USA dauerhaft in Kauf, was negativ für die europäische Gemeinschaftswährung ist.
Zinssenkungen bei einer sich verschlechterenden wirtschaftlichen Lage in der Eurozone gehen langsamer vonstatten als in den USA, wodurch es dem US-Dollar erschwert wird nachhaltig gegenüber dem Euro aufzuwerten. Erst wenn die Wachstumsraten in den USA und der Eurozone stark zu Gunsten der USA divergieren, kommt der Euro nachhaltig unter Druck.