Für die Silberpreisentwicklung geht’s nach unten
Die Silberpreisentwicklung befindet sich in einer Abwärtsspirale. Aktuell kostet die Feinunze (31,1 Gramm) 28,90 Dollar bzw. 21,58 Euro. Das weiße Edelmetall fuhr in den letzten drei Wochen Kursverluste in Höhe von -30,39 Prozent ein. Am 9. September 2011 hatte der Silberpreis noch bei 31,00 Euro je Feinunze bzw. 0,9967 Euro pro Gramm gelegen.
Zeitweise sank die Silberpreisentwicklung sogar unter die Marke von 20 Euro je Feinunze und markierte bei 19,40 Euro am 26. September 2011 ein Neun-Monats-Tief. Mit einem großen Fragezeichen ist versehen, ob Silber wieder kräftig zulegen kann und sein Rekordhoch bei 34,23 Dollar vom 25. April 2011 erneut erreicht.
Dem Silbermarkt gehen die Käufer aus. Spekulanten an der Metallbörse COMEX in New York sind dabei ihre Wetten auf eine steigende Silberpreisentwicklung 2011 abzubauen. Der Saldo zwischen Kauf- und Verkaufskontrakten reduzierte sich von 33.947 auf 25.153 Kontrakte (-25,90 Prozent) in der letzten Handelswoche.
Silber wird nicht mehr so umfangreich nachgefragt, weil sich bei der Euro-Schuldenkrise eine Lösung abzeichnet. Griechenland wird womöglich etwa die Hälfte seiner Verbindlichkeiten im Zuge einer Umschuldung erlassen bekommen. Gleichzeitig erhöht die politische Führung der Eurozone die Feuerkraft des Rettungsschirms durch einen Fremdkapitalhebel. Damit könnte man andere klamme Euroländer und deren Banken bei einer Umschuldung Griechenlands unter die Arme greifen.
Neben der Silberpreisentwicklung kommt auch Gold unter die Räder. Die Feinunze fällt von 1.374,70 auf 1.200,35 Euro (-12,68 Prozent) in den letzten drei Wochen. Gold kostet 38,60 Euro pro Gramm. Das gelbe Edelmetall verliert auch an Anziehungskraft, weil aufgrund der wirtschaftlichen Abkühlung keine akuten Inflationsgefahren existieren.