EZB Stark macht Eurokurs aktuell schwach

Der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), Jürgen Stark, sagte, dass einige deutsche Geschäftsbanken über eine nicht ausreichende Eigenkapitaldecke verfügen. Mit dem Hinweis auf eine Unterkapitalisierung bezog sich Stark hauptsächlich auf die öffentlich-rechtliche Säule des deutschen Bankensystems mit den Landesbanken sowie Sparkassen.

Im frühen europäischen Handel am Donnerstag eilte der Eurokurs auf 1,2665 Dollar nach unten. Die Euro Umrechnungskurse zum Schweizer Franken (CHF) und Japanischen Yen (JPY) fielen auf 1,2820 CHF und 105,80 JPY. In einem nachrichtarmen europäischen Handelstag fielen die Bemerkungen von Jürgen Stark besonders auf.

Im Anschluss konnte sich die europäische Gemeinschaftswährung erholen. Positive Aktienmärkte und gute Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten beflügelten den Eurokurs. In Verbindung mit weniger Risikoaversion konnte der Euro Dollarkurs insbesondere nach der Veröffentlichung der US-Außenhandelsstatistik kräftig zulegen.

Das Defizit beim internationalen Handel von Waren und Dienstleistungen sank überraschend deutlich von 49,8 Milliarden Dollar auf 42,8 Milliarden Dollar. Ökonomen hatten im Vorfeld nur mit einem leichten Rückgang auf 47,4 Milliarden Dollar gerechnet. Während die US-Importe um 2,1 Prozent gefallen sind, stiegen die Exporte um 1,8 Prozent.

Die Erstanträge für Arbeitslosenhilfe konnten ebenfalls positiv überraschen. In der Vorwoche wurden 451.000 Neuanträge bei den Behörden registriert. Analysten hatten mit einem Wert von 470.000 gerechnet.

In der zweiten Hälfte des amerikanisch geprägten Devisenhandels wurde die Euro Aufwärtsentwicklung beendet. Fortan ist der Euro Dollarkurs gefallen. Gleichzeitig kommt es zu Kursverlusten bei der Goldpreisentwicklung und amerikanischen Staatspapieren. Die Gold Entwicklung hat sich von dem Wochenhoch des Vortages bei 1.263 Dollar je Feinunze entfernt und ist auf 1.246 Dollar je Feinunze zurückgefallen.