Eurokurs hängt bei 1,23 CHF / 1,35 USD in den Seilen
Der Eurokurs kommt unter enormen Verkaufsdruck. So fällt die Gemeinschaftswährung gegenüber dem Dollar besonders kräftig und unterbietet die Marke von EUR/USD 1,35. Dabei markiert die Kursentwicklung ein Vier-Wochen-Tief bei EUR/USD 1,3484. Der Euro Franken Kurs taucht auf 1,2280 ab. Italien gerät in den Sog der Schuldenkrise. Die Risikoaufschläge für italienische Staatsanleihen klettern auf Rekordhochs.
In den letzten zwei Wochen hat der Euro um -5,35 Prozent abgewertet auf 1,3484. Am 27. Oktober 2011 stand der Wechselkurs noch bei 1,4246 und markierte ein Fünf-Wochen-Hoch. Beim Eurokurs Franken fallen die Verluste deutlich niedriger aus mit einer Talfahrt von 1,2472 auf 1,2290. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) begrenzt das Abwärtspotential durch die Festsetzung eines Mindestkurses bei EUR/CHF 1,2000.
Italien hat das letzte Vertrauen an den Finanzmärkten verspielt. Das Land, in dem die Zitronen blühen, muss Rekordzinsen zahlen. Zehnjährige italienische Staatsanleihen rentieren bei 7,46 Prozent. Es handelt sich um das höchste Zinsniveau seit der Einführung des Euros. Die Zinsdifferenz zu deutschen Bundesanleihen (Risikoaufschlag) weitet sich immer mehr aus. Die deutschen Referenzanleihen rentieren bei 1,75 Prozent. Der Risikoaufschlag Italiens ist mit 5,71 Prozent mehr als viermal so hoch im Vergleich zu Deutschland.
Japan verkauft
Aktuell kann sich der Eurokurs wieder ein wenig erholen und so stehen die Devisenrelationen bei 1,3630 Dollar und 1,2314 CHF. Italiens Finanzminister Giulio Tremonti hat es geschafft frische Staatsanleihen im Wert von fünf Milliarden Euro zu platzieren. Allerdings musste der italienische Kassenwart tief in die Tasche greifen und Investoren mit 6,08 Prozent einen fast doppelt so hohen Zins bieten wie bei der letzten Platzierung von einjährigen Staatsanleihen.
Der Eurokurs wird auch belastet durch umfangreiche Staatsanleihen-Verkäufe von japanischen Investoren. Anleger haben ausländischen Staatsanleihen im Wert von 1,65 Billionen Yen (15,71 Milliarden Euro) abgestoßen in der letzten Woche, teilte das japanische Finanzministerium mit.