Erholung der Silberpreis Entwicklung bleibt stecken
Die Silberpreisentwicklung notiert aktuell bei 36,90 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Der Eurokurs für das weiße Edelmetall liegt bei 25,30 Euro. An den Edelmetallmärkten ist die Lage derzeit vergleichsweise ruhig. In den letzten Wochen sind die Kursausschläge deutlich zurückgegangen. So pendelt der Goldpreis seit Ende Mai 2011 richtungslos bei 1.535 Dollar umher.
Eine rasante Talfahrt hatte die Silberpreisentwicklung von 49,80 auf 32,30 Dollar runter rauschen lassen zwischen dem 25. April 2011 (Ostermontag) und dem 12. Mai 2011. Dadurch war Silber um -35,14 Prozent gefallen und beendete den rasanten Anstieg seit dem Ausbruch der Finanzkrise. Im Oktober 2008 hatte der Preis für die Feinunze bei 8,45 Dollar gelegen.
Niedrige Zinsen, Schulden
Grundsätzlich spricht das fundamentale Umfeld weiterhin für steigende Gold- und Silberpreise. Notenbank-Chef Ben Bernanke sagte, dass sich die amerikanische Wirtschaft frustrierend langsame erhole. Daher sei eine Fortführung der expansiven Geldpolitik gerechtfertigt. Der Leitzinssatz in den USA liegt bei 0-0,25 Prozent. Fed-Beobachter rechnen mittlerweile damit, dass Bernanke auch im nächsten Jahr keine Anhebung beim Schlüsselzins vornehmen dürfte.
Die Niedrigzinspolitik schürt Inflationsdruck und mach Edelmetalle attraktiv. Hinzu kommt, dass die USA ein Schuldenproblem haben mit einer gesamtwirtschaftlichen Verschuldung von aktuell ca. 14,5 Billionen Dollar (100 Prozent des Bruttoinlandsproduktes). Die politischen Entscheidungsträger von Demokraten und Republikanern konnten sich bisher nicht auf eine Anhebung der Schuldengrenze verständigen, was bereits die Ratingagentur Moody’s kritisierte.
Auch von der griechischen Schuldenmisere kann derzeit weder die Gold- noch die Silberpreisentwicklung profitieren. Das aktuell diskutierte zweite Rettungspaket für Griechenland in Höhe von 60 bis 100 Milliarden Euro gilt in erster Linie als Mittel der Eurogruppe, um sich Zeit zu kaufen. Die ausufernden griechischen Staatsschulden lassen sich nur durch einen Schuldenschnitt bzw. Gläubigerverzicht in den Griff bekommen, ist die gängige Meinung an den Finanzmärkten.