Dollarkurs Prognose 2012: Keiner sah’s kommen
Die Dollarkurs Prognosen der Devisenprofis liegen bisher allesamt falsch. Im Rahmen des „ZEW Prognosetest“ haben 21 Banken am 29. März 2012 den Eurokurs auf Sicht von drei Monaten vorhergesagt. Damals notierte das Devisenpaar bei EUR/USD 1,3301. Aktuell steht der Euro gegenüber dem Dollar bei 1,2385.
Vollkommen falsch mit ihren Dollarkurs Prognosen liegen die Experten der öffentlich-rechtlichen Geldinstitute. Die Landesbank Berlin gab einen Zielkurs von EUR/USD 1,38 an. Im Süden der Republik prophezeite man bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) 1,35 und bei der Bayerischen Landesbank 1,33. Das Spitzeninstitut der Sparkassen und Landesbanken, die Deka Bank, sagte einen Wechselkurs von 1,34 voraus.
Rosarote Brille
Es drängt sich der Gedanke auf, dass die Landesbanken ein Ende der Schuldenkrise herbei sehnen, weil ihre Depots noch prallgefüllt mit südeuropäischen Staatsanleihen sind. Dieser Umstand spiegelt sich offenbar auch in den Euro Dollarkurs Prognosen wider. Ein Wechselkursniveau knapp unter EUR/USD 1,40 würde wegen der damit einhergehenden steigenden Risikobereitschaft bedeuten, dass die Euro-Krise vorbei wäre.
Fairerweise muss gesagt werden, dass der Stichtag für die im „ZEW-Prognosetest“ eingereichten Prognosen der 29. Juni 2012 ist. Theoretisch wäre es also möglich, dass der Euro Wechselkurs noch Richtung 1,40 Dollar steigt.
Wäre jetzt schon Schluss, hießen die Gewinner Allianz und Weberbank. Sie gaben als Zielkurse EUR/USD 1,25 an. Eine Dollarkurs Prognose unter 1,25 pro Euro traute sich vor zwei Monaten niemand zu. Deutsche Bank und DZ Bank haben mit 1,29 und 1,30 die Richtung bisher korrekt vorausgesagt, waren jedoch zu konservativ.