Dollarkurs Entwicklung erlaubt Euro Anstieg auf 1,33

Der Euro Dollarkurs klettert auf 1,3320 und erreicht ein Zwei-Monats-Hoch. Griechenland wurschtelt sich immer noch von Kredittranche zu Kredittranche und wendet den unmittelbaren Staatsbankrott ab. Gleichzeitig belässt die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Leitzinssatz bei 1,00 Prozent.

So geht es für den Eurokurs weiter nach oben. Nicht nur gegenüber dem Dollar kann die europäische Gemeinschaftswährung seit Wochenbeginn mit einem Anstieg um drei Cents auftrumpfen. Auch zum Schweizer Franken rackert sich der Euro allmählich nach oben. Das Devisenpaar etabliert sich über der Marke von EUR/CHF 1,21.

Die griechischen Politiker werden voraussichtlich die erste Hilfstranche für März 2012 aus dem zweiten Rettungspaket ausbezahlt bekommen. Ein Bankrott ist damit allerdings noch nicht vom Tisch. Spätestens wenn die Troika im Sommer 2012 wieder nach Athen reist, um festzustellen, dass alle Sparziele verfehlt wurden, könnten die Euroländer den Daumen senken.

Pleite im Sommer

Zur Jahresmitte wäre durch die Einführung des ständigen Rettungsschirm (ESM) die Brandmauer hoch genug, um eine griechischen Staatspleite auf das reformunwilligste aller Euroländer zu begrenzen. Spätestens wenn sich abzeichnen sollte, dass die 130 Milliarden Euro aus dem zweiten Rettungspaket bei weiten nicht ausreichen, müsste man den Geldhahn zudrehen.

Die von der griechischen Regierung zugesagten Maßnahmen, wie die Senkung des Mindestlohns und den Wegfall des 13. und 14. Monatsgehaltes, werden kaum dazu in der Lage sein ausländische Investoren anzulocken. Das Geld kommt erst zurück, wenn eine butterweiche Drachme wieder da ist, und man sich Filetstücke zum Discount-Preis sichern kann.

Für den Euro Dollarkurs spielt Griechenland kaum noch eine Rolle. Aktuell notiere die Einheitswährung fester, weil die EZB Spekulationen auf eine Zinssenkung dämpfte, sagen Devisenexperten. So ist die US-Notenbank Fed deutlich aggressiver, in dem sie ihren Schlüsselzins bis weit ins Jahr 2014 niedrig halten will und zusätzlich eine dritte quantitative Lockerung (QE3) in Betracht zieht.