Dollar Prognose mit Schiefergas bei EUR/USD 1,25
Für den Euro sieht es nicht nur hundsmiserabel wegen der Schuldenkrise aus. Die Dollar Prognose verbessert sich auch, weil die USA ihre Abhängigkeit von fossilen Energieträgern reduziert. Die massive Förderung von Schiefergas in den Vereinigten Staaten verringert das US-Handelsbilanzdefizit und wirkt sich auch an den Devisenmärkten aus. Weniger Dollar verlassen die USA, was in der Vergangenheit oft mit einer Abwertung des Greenbacks einherging.
Den Zusammenhang zwischen Handelsbilanzdefizit und Dollarkurs macht sich der Chef für Währungsstrategie von der Schweizer Großbank UBS, Mansoor Mohi-uddin, bei seiner aktuelle Dollar Prognose zu Eigen. Er prognostiziert eine Euro Abwertung auf 1,25 Dollar in den nächsten zwölf Monaten. Darüber hinaus dürfte der Dollar die Nase vorn haben, weil US-Investoren eine dekadenlange Diversifikation weg vom Dollar aufgeben würden, schreibt Mohi-uddin.
Schiefergas ist in den USA trotz des umstrittenen „Fracking-Förderung“ auf dem Vormarsch. Der Anteil am Gesamtverbrauch kletterte in den letzten zehn Jahren von nahezu Null auf zehn Prozent. Bis zum Jahr 2020 will man bereits einen Anteil von 20 Prozent abdecken. Die liberalen Gesetze zur Gewinnung von Schiefergas mithilfe von Chemikalien, wurden unter der Bush-Regierung erlassen. Das Verfahren kann zu Trinkwasserverunreinigungen führen und „brennende Wasserhähne“, aus denen Methan entweicht, nach sich ziehen.
Aktuell erholt sich der Eurokurs ein wenig und steht bei 1,2796 Dollar. Am Vortag fiel die europäische Gemeinschaftswährung auf ein 16-Monats-Tief bei 1,2666 Dollar. Aus charttechnischer Sicht verbessert sich die Dollar Prognose, wenn der Euro eine Unterstützung bei 1,2620 preisgibt. Damit wäre der Weg frei für eine Fortsetzung der Talfahrt bis zur nächstgelegenen Unterstützungszone bei EUR/USD 1,2480-1,2490.