der optimale Exit
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Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich viel zu früh aus den Trades aussteige bzw viel zu früh einsteige. Habt ihr eine Idee bzw bewährte Techniken, wie man dieses Timing-Problem bewältigen kann? Gibt es dafür spezielle Indikatoren für dem MT4 beispielsweise, die einem den Einstieg und Ausstieg erleichtern?
Hi Herbstnacht.
Nach welchem System tradest du denn? Wie sehen deine Entrys und Exits Strategien aus?
Ich surfe so lange auf den Trend bis er halt das letzte Hoch/Tief durchbrochen hat. [Trailling-Stopps]
Als Verfeinerung vielleicht noch der MACD. Bei extremen Werten kann man da schon skeptisch werden und bisschen Gewinn mitnehmen oder evtl. komplett schliessen. Hängt natürlich auch viel vom Big Picture ab und wo Unterstützungs und Widerstands-linien zu finden sind.
Gewinne laufen lassen ist ne super Idee ;-D
Ist ja nun auch nicht so, als wäre ich da nicht schon drauf gekommen. Meine Frage ist aber nach wie vor, "WIE LANGE?". Was sagt mir, wann ich aussteigen soll. Gefühl? Trailing-Stops? Eine bestimmte Zeitspanne (z.b. 6 Candles nach Entry)? Von einem anderen Indikator bestimmt?
@cytom2k
Um auf deine Frage zu antworten, ich habe momentan kein festes "System". Ich bin momentan wieder auf der Suche nach einem guten und für mich brauchbaren System. Ich schaue sehr viel auf Stochastic (14,3,3) und auch von ADX-Crosses und MACD lasse ich mir Signale bringen. Dagegen sage ich auch nichts. Die Trades die laufen, sind soweit auch gut. Aber eben der Exit ist mein Problemkind. Die guten Trades breche ich meist zu früh ab oder lasse sie dann zu lange laufen und verhaue den angesammelten Gewinn wieder bzw verzichte auf noch weiteren Gewinn. Das muss ich irgendwie abstellen. Denn wenn es dann mal nicht klappt und ich ein Fehlsignal trade hauen mir die Verluste beim StopLoss tiefe Spuren in meine Statistik ^^
Kann man nicht eigentlich beispielsweise mit dem ATR in welchem Zeitraum auch immer sinnvolle Stops und Profits erkennen? Ich glaube ich brauche da ganz dringend Nachhilfe von Fachkundigen wie euch :)
Mit besten Grüßen
hallo herbstnacht,
dein beschriebenes problem (ein- ausstiege etc) ist eines der großen probleme. wenn man den optimalen ein- oder ausstieg hätte, wären wir um ein großes problem ärmer und unser konto um einige stellen größer! hinweise, kluge sprüche und sog. gesetze gibt es zu diesem thema mehr als genug. mein rat - finde deine strategie (wie du sie auch vllt. schon hattest). gekoppellt mit dem richtigen money und risk management, wirst du DEINE ein- und ausstiege finden. eine universal-lösung gibt es leider nicht. wenn du sie dennoch findest - lass´es uns doch bitte wisssen!!!
viele grüße
Hallo Tobi,
vielen Dank erstmal für deine Antwort.
Ich hab mir sowas in der Art schon gedacht, dass es keine ultimative Allround-Lösung gibt. Dennoch erhoffe ich mir, dass ich zumindest eine ungefähre Ahnung aus einem funktionierenden System aneignen kann und das dann auf mein System übertragen kann.
Darf man fragen, wie du es mit deinen Exits (und Entrys) handhabst? Natürlich gilt das auch für alle anderen, die sich berufen fühlen, etwas von ihrem Wissen zum Thema optimale Exits bereitwillig zu verkünden.
Wo kann ich solche sinnvollen Ideen und Lösungsvorschläge, -ansätze und Hinweise denn finden? Ein Link oder so wäre toll. :-)
Viele liebe Grüße
hallo herbstnacht,
wenn es um praktische hinweise, erprobte tradingansätze geht und..... dann bist du hier schon richtig.viele dinge die hier besprochen/gezeigt werden, finde ich sehr transparent (und das unterscheidet diese seite von vielen anderen!)
was man dir nicht abnehmen kann, sind die erfahrungen die jeder trader macht bevor er seine persönliche strategie findet (was dann nicht bedeutet, dass man den hl. gral gefunden hat). wenn du dir interviews oder berichte von erfolgreichen tradern anschaust, wirst du feststellen, dass sie in den ersten JAHREN fast nur geld verloren haben.
ich finde es wichtig immer dabei zu bleiben, viel zu lesen, vieles auszuprobieren und sich dem markt anzupassen... UND auch mal über den tellerrand zu schauen (andere märkte beobachten etc.)
meine strategie ist sehr kurzfristig (1, 5 & 15 min chart). da mein zeithorizont sehr beschränkt ist, warte ich nicht 2-3 std bis ein trade für mich ins plus dreht (das zum thema ausstieg). ich beobachte den trend, kleine widerstände, trade kl abpraller..... usw. wie gesagt, alles in dem beschriebenen zeithorizont. dabei lasse ich meinen trades auch keine 30 pips zu "atmen". steige also auch bei kleinen gewinnen schnell aus...hier macht es dann die vielzahl der trades
viele grüße
tobi
Hallo Herbstnacht,
vielleicht ist das ein wenig zu allgemein, aber ich hoffe es hilft ein wenig. Ich würde zunächst klar definierte Wochen- und Monatsziele aufstellen. Beispielsweise Wochenziele von 2% Rendite. Dass muss ja nicht heißen, dass es nicht mehr werden kann. Nun versucht man 10 Wochen hintereinander kontinuierlich mindestens 2% pro Woche zu traden, was aus meiner Sicht unheimlich schwer ist. Um das Wochenziel zu erreichen, gilt es nun kontinuierlich Gewinne mitzunehmen, also seine Exits von jedem einzelnen Trade diesem Wochenziel unterzuordnen. Das heißt leider oft auch, dass man Trades schließt die noch weiter ins Plus laufen, aber das wird sich nicht vermeiden lassen, da alles dem Wochenziel untergeordnet wird.
Was passiert, wenn man beispielsweise schon Dienstag sein Wochenziel erreicht hat?
Die Woche abschließen und eine neue Woche beginnen. In diesem Fall hat die Woche eben nur 2 Tradingtage (Mo+Di) und die neue Tradingwoche hat 3 Tradingtage (Mi-Fr). Aus diesem Grund müssen 10 Tradingwochen nicht notwendigerweise 10 Kalenderwochen sein und man hält sich das Renditepotential offen.
Wer 10 Wochen hintereinander 2% pro Woche Rendite tradet, hat aus meiner Sicht einen sehr großen Schritt gemacht, vielleicht einen der wichtigsten da die meisten hier glaube ich schon sehr erfahren sind und vielleicht nur noch dieser Schritt fehlt. Auf der anderen Seite muss man jedoch auch mit sich ehrlich sein und wenn man 8 Wochen hintereinander die 2% geschafft hat und es in der 9. Woche nicht klappt, wieder von vorne anfangen. Ich bin dreimal in der 7. Woche gescheitert und danach noch einmal in der 9.Woche, bevor ich es geschafft habe.