Carry Trades

Zinssätze Refinanzierung, Stand: 31. Dezember 2008
USA: 0,00-0,25%
Eurozone: 2,50%
Japan: 0,10%
Grossbritannien: 2,00%
Kanada: 1,50%
Schweiz: 0,00-1,00%
Australien: 4,25%
Neuseeland: 5,00%

Zinssätze Refinanzierung, Stand: 25. April 2008
USA: 2,25%
Eurozone: 4,00%
Japan: 0,50%
Grossbritannien: 5,00%
Kanada: 3,00%
Schweiz: 2,75%
Australien: 7,25%
Neuseeland: 8,25%

Bei Carry-Trades spielen die aktuellen- und insbesondere die zukünftig erwarteten Zinssätze eine herausragende Rolle. Die Zinssätze werden von den jeweiligen Zentralbanken festgelegt. Es handelt sich dabei um die Sätze zur Refinanzierung, d.h. zu welchem Zinssatz sich Banken bei der Zentralbank Geld leihen können.

Die unterschiedlichen Zinssätze werden ausgenutzt, indem man sich in dem Land mit niedrigen Zinssätzen Geld leiht und in dem Land mit den hohen Zinssätzen anlegt. Gemäß Zinssatzparitäten-Theorie sollte es keine Möglichkeit zu Kursgewinnen geben, da die unterschiedlichen Zinssätze durch die Differenz von Kassa- und Terminkurs ausgeglichen werden.

In der FOREX-Praxis sind Carry-Trades jedoch insbesondere bei institutionellen eine beliebte Strategie. Wird erwartet, dass sich Zinsdifferenz zwischen Hochzins- und Niedrig-Zinsland weiter ausweitet z.B. durch Statements der entsprechenden Zentralbanken so macht das Kaufen und Halten der Hochzinswährung durchaus Sinn:

Zum einen werden die Zinserträge gehebelt. Weiterhin wird sich aufgrund der erwarteten Vergrößerung der Zinsdifferenz die Währung des Hochzinslandes gegenüber der Währung des Niedrigzinslandes aufwerten.

Klassisches Beispiel für Carry-Trades ist USD/JPY. Mit steigender Zinsdifferenz wurde der US-Dollar (Hochzinsland)  gegenüber dem Yen (Niedrigzinsland) stärker.