SNB stiehlt Fed Show
Das FOMC Statement hat entgegen den Erwartungen keine starken Bewegungen ausgelöst und hatte keinen spürbaren Effekt. Viel interessanter gestern war die Intervention der Schweizerischen Nationalbank (SNB), die offensichtlich zweimal am FX-Markt interveniert hat. In der ersten Runde ging es um eine Schwächung des Franken gegenüber dem EUR und in der zweiten Runde hatte man es wohl auf den US-Dollar abgesehen.
Letzteres ist neu und führt zu Spekulationen, da die SNB in Ihrem März 2009 Statement ausgegeben hat, man wolle in erster Linie eine weitere Aufwertung des Frankens gegenüber dem Euro verhindern. Bei EUR/CHF 1,5000-1,5050 scheint die SNB ihre Schmerzgrenze gezogen haben und es wird vermutet, wenn EUR/CHF auf diesen Bereich zurückgeht, die SNB aggressiv ihre eigene Währung verkaufen wird.
Da die SNB theoretisch so viel Geld drucken kann wie sie möchte und damit Fremdwährungen kaufen kann und mit der gestrigen überraschenden Intervention die SNB ihre Entschlossenheit noch einmal unterstrich, fallen mögliche EUR/CHF und USD/CHF Short Positionen für unbestimmte Zeit aus dem Trading Arsenal.
