Niedriges EUR/USD Volumen
20. August -- Betrachtet man die Kursbewegungen während London- und New York Session, so kommt man zu der subjektiven Einschätzung, dass aktuell während bestimmter Tageszeiten regelrechte Volumenlöcher existieren. So z.B. gestern zwischen 11:00 - 13:00 Uhr.
Mit der Öffnung der Wall Street um 15:30 Uhr kommt es in der Regel zu Volumenanstiegen, zumeist in Verbindung mit Fundamentalnachrichten. Allerdings steht die erhöhte Liquidität in dieser Zeit nur kurzfristig zur Verfügung. Zwischen 16:30 - 17:30 Uhr kommt es oft erneut zu Volumenanstiegen, in Zusammenhang mit dem Handelsschluss in Europa.
EUR/USD Volumen
Das vergleichsweise niedrige Volumen lässt sich auch durch den ETF Euro Trust von CurrencyShares nachvollziehen, welcher den EUR/USD Wechselkurs nachbildet und über Einlagen in Höhe von 600 Millionen US-Dollar verfügt. Im Chart ist der Volumenrückgang seit Juni 2009 deutlich sichtbar.

EUR/USD Futures
Vergleicht man das Volumen von EUR/USD Futures an der Chicaco Mercantile Exchange mit Verfall September 2009 und Dezember 2009 kommt man zu einem ähnlichen Ergebnis. Es werden die Volumen an Kursschwellen dargestellt. Die horizontalen gelben Balken zeigen die Volumenhochs.
Im Vergleich zum Vortag (links), kam es auf den ersten Blick zu einem Volumenrückgang. Doch täuscht die Darstellung ein wenig, da die Hoch-Tiefkursspanne am Vortag höher lag. Im Wochenvergleich (Mitte) und Monatsvergleich (rechts), erhält man jedoch eine weitere Bestätigung für vergleichsweise geringe Handelsvolumina.

EUR/USD September Kontrakt. Quelle: Chicaco Mercantile Exchange.
Kapitalflüsse
Bei den Daten zu Kapitaflüssen setzt sich der Trend fort. So waren insbesondere die kumulierten Kapitalflüssen in den für die FX-Märkte wichtigen Anleihemärkten (mittlere Spalte) in dieser Woche (dunkelgrüne Spalten) niedriger als in der Vorwoche (hellgrüne Spalten).
Ob Kapitaflüsse positiv (Balken nach rechts) oder negativ (Balken nach links) sind, soll in diesem Zusammenhang keine Rolle spielen.

iFlow Auszug vom 19.08.2009. Quelle: Bank of New York Mellon.