Wie lange steigt EUR/USD noch?

Wir halten an unserem Kursziel von 1,2740 fest. In der London Session stehen keine wichtigen Fundamentalnachrichten auf der Tagesordnung. Aus den USA kommen Inflationsraten, Leistungsbilanz und FOMC Statement. Leistungsbilanz und Inflationsraten sollten positiv für den Dollar sein, jedoch ist das FOMC Statement die große Unbekannte.

Die Euro Zwischenrallye wurde durch eine Veränderung des Sentiments am letzten Donnerstag in Verbindung mit der Intervention der Schweizer Nationalbank und einer Rallye an den Aktienmärkten künstlich verlängert. EUR/USD hat seit der Bildung des Tiefs von 1,2456 am 4. März mehr als 600 Pips zugelegt. Ein weiterer Anstieg erscheint schwierig, insbesondere vor dem Hintergrund der vergleichsweise schlechten Wachstumsprognosen in der Eurozone.

Fed Chef Bernanke hat in einem am Sonntag ausgestrahlten TV Interview gesagt, dass es wahrscheinlich ist, die Rezession in den USA könne Ende 2009 beendet werden und eine leichte Erholung der wirtschaftlichen Aktivität würde in 2010 einsetzen. In der Eurozone wird laut Ecofin Chef Juncker mit einer Erholung erst Ende 2010 gerechnet und die letzten Prognose für das Wirtschaftswachstum 2009 für Deutschland eines Wirtschaftsforschungsinstitutes liegt bei -5 Prozent. Allein in Deutschland wird der gesamte Aufschwung vergangener Jahre damit rückgängig gemacht.

In der EU wird wenig koordiniert vorgegangen zur Bekämpfung der Krise, insbesondere da sich Deutschland immer wieder als Bremsklotz herausstellt und sich die Bundesregierung durch vollkommen unnötige Kommentare des Finanzministers international ins Abseits befördert. Nicht nur in der Schweiz, sondern auch in den USA und Grossbritannien haben seine Kommentare grosse Verärgerung ausgelöst. (Fortsetzung folgt...).