US-Dollar verliert auf breiter Front
Nachdem die amerikanische Notenbank Fed beschlossen hat eine weitere Billion US-Dollar zu drucken, sieht man das Ergebnis der expansiven Geldpolitik in den USD-Paaren. Der Dollar verliert auf breiter Front, ähnlich wie der Schweizer Franken in der letzten Woche, nachdem die Schweizer Nationalbank die Notenpresse angeworfen hatte. Der Yen hat schon ein wenig länger seine Stärke aus 2008 und Status als Sicherheitswährung eingebüst, das Britische Pfund schwächelt seit August 2008. So bleibt unter den Hauptwährungspaaren nur der Euro übrig.
Ob der Euro sich bei 1,3500 halten kann oder eventuell noch weiter steigt? Erstmal ein paar Tage abwarten und die Kursbewegung beobachten.
Die Eurozone kommt immer mehr in die Zwickmühle. Eine sehr schwache gesamtwirtschaftliche Aktivität. Die Exportwirtschaft wird durch den starken Euro belastet. Die mangelhaften Konjunkturpakete in Europa hat der Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften Krugman zuletzt erneut bestätigt. Wenn sich die deutsche Volkswirtschaft (BIP) in diesem Jahr um 5% verringert, so braucht man in den nächsten Jahren ca. 10% aggregiertes Wachstum um auf den ursprünglichen Wachstumspfad wieder zurückzukehren. Vor dem Hintergrund, dass in Deutschland in guten Jahren das BIP gerade einmal um 2,5% zulegt, einer abnehmenden Erwerbsquote sowie verkrusteten Sozialsystemen sicherlich keine einfache Aufgabe für die junge Generation, welche die geburtenstarken Jahrgänge demnächst ablösen wird.
Die EZB sieht keinen Anlass zu handeln, nationale Regierungen der Euro Mitgliedstaaten lassen sich nicht gerne reinreden. Die deutsche Bundesregierung am allerwenigsten. Daneben noch das schwebende Problem in den osteuropäischen Ländern.
In den nächsten Tagen treffen sich erneut der britische- und französische Regierungschef. Die Kanzlerin wird wieder nicht eingeladen, da sie keine Lösungsansätze bieten kann und kein Interesse zeigt koordiniert innerhalb der EU zu agieren.