Destruktive Kommentare, ein typisch deutscher Finanzminister

Man ist daran gewöhnt, dass ein deutscher Finanzminister im Inland nicht besonders populär ist. Der derzeitige Amtsinhaber tut offensichtlich alles, um auch im Ausland diesen Status zu erlangen. Destruktive Bemerkungen sind trauriger Rekord eines egobeladenen Finanzministers.

"Die USA werden ihren Status als Supermacht des Weltfinanzsystems verlieren"
Rede im Bundestag im September 2008.

"Unsere britischen Freunde senken nun ihre Mehrwertsteuer. Wir haben keine Ahnung, wie viel Geschäfte davon an ihre Kunden weitergeben. Kauft man wirklich einen DVD-Spieler, weil er nun 39,10 statt 39,90 Pfund kostet?"
Steinbrück Interview im Magazin Newsweek, November 2008.

Die Schweiz verdiene einen Platz auf einer "Schwarzen Liste", weil sie nicht genügend zur Vermeidung von Steuerbetrug tue. Künftig müsse nicht nur "das Zuckerbrot, sondern auch die Peitsche" eingesetzt werden.
Oktober 2008. Führte dazu dass die Schweiz den deutschen Botschafter einbestellte (1. Mal).

"Es hat nie eine Schwarze Liste gegeben, es ist nur ein Instrument gewesen, um die Indianer in Angst und Schrecken zu versetzen". Steinbrück freue sich, dass "Zug in den Kamin gekommen ist".
März 2009 auf dem G20 Gipfel der Finanzminister. Führte erneut zur Einbestellung des deutschen Botschafters in der Schweiz.

“We’re desperately looking for a solution in which those who haven’t caused the problems are spared”
März 2009 auf dem G20 Gipfel der Finanzminister.

Neben diesen destruktiven, typisch deutschen Kommentaren, hört man aus Deutschland nur den Ruf nach mehr Regulation und die Bekämpfung von sog. Steueroasen als Lösungsansätze für die Finanzkrise.