Marktsentiment belastet GBP
17. August -- Seit den Hochs in EUR/USD bei 1,4447 und GBP/USD bei 1,7041 vor zwei Wochen setzt sich die Sentiment Änderung weiter fort.
In verschiedenen Anlageklassen haben inzwischen entscheidende Gegenbewegungen eingesetzt, welche nicht alleine durch technische Korrekturen und Gewinnmitnahmen begründet werden können:
- Die Rohstoffmärkte und insbesondere der Ölpreis korrigieren nach unten. Bei der Ölsorte WTI konnte 72 US-Dollar in mehreren Versuchen nicht nach oben durchbrochen werden. Aktuell liegt der Ölpreis bei 66 US-Dollar.
- Die Aktienmärkte legen eine Pause ein und allen voran der S&P 500 kann sich nicht über der Marke von 1.005 Punkten halten. Nach dem Kursanstieg von 676 bis 1.012 Punkte (+49,7%), wird es schwer in den nächsten 1-2,5 Monaten weiter Kursgewinne einzufahren. Bis zum Jahresende besteht jedoch Aufwärtspotential bis auf 1.050-1.060 Indexpunkte.
- Sinkende Inflationserwartungen aufgrund von Output Gaps und fallenden Rohstoffpreisen rechtfertigen fallende Renditen bei Staatsanleihen. Kurzfristig können davon insbesondere Niedrigzins-Währungen wie JPY und USD profitieren.

Renditen bei 5-jährige Staatsanleihen seit Beginn 2009.
Auf der Verliererseite stehen insbesondere Rohstoffwährungen wie AUD, NZD und CAD. Aber auch GBP, welches aufgrund eines anschwellenden britischen Haushaltsdefizites, Niedrigszinspolitik in Verbindung mit einer Erhöhung unorthodoxer Maßnahmen sowie schlechten Wirtschaftsaussichten fundamental eine der schwächsten Währungen ist.
Sollten sich die jüngsten Entwicklungen an den Rohstoff-, Aktien- und Anleihemärkten zementieren, wäre GBP/USD einer der Hauptverlierer mit Abwärtspotential in einem ersten Schritt bis auf 1,6000-1,6030.