Deutsche Wirtschaft wächst wieder
13. August -- Die deutsche- und französische Wirtschaft beenden vorzeitig ihre Rezessionen. In den zwei größten Volkswirtschaften der Eurozone wurde im 2. Quartal positives Wirtschaftswachstums erzielt. So erhöhte sich das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 0,3% im Vergleich zum 1. Quartal 2009, das französische- stieg ebenfalls um 0,3%.
Es wurden negative Wachstumsraten erwartet und technisch gesehen bedeuten die positiven Wachstumsraten das Ende der Rezessionen in beiden Staaten. Dies könnte ein Wendepunkt sein und in Verbindung mit steigenden Renditen bei Bundesanleihen und EZB-Zinserhöhungsfantasie den Verbleib von EUR/USD in seinem aktuellen Aufwärtstrend rechtfertigen.
Die Fed hat gestern in ihrem FOMC-Statement ausgedrückt die aktuelle Leitzinshöhe von 0-0,25% für einen ausgeweiteten Zeitraum auf diesem Niveau zu belassen. Der EZB Leitzins befindet sich bei 1,00%, allerdings liegen Zinsen von EONIA ( Euro Overnight Index Average) bei 0,34% und Einlagenfazilität bei 0,25%.

EONIA (Euro Overnight Index Average) 2007-2009.
EONIA ist ein Tagesgeldzins der EZB für ungesicherte Verleihungen der Geschäftsbanken untereinander. Es ist ein gewichteter gleitender Durchschnitt den die EZB täglich berechnet aufgrund von Meldungen über Volumen und durchschnittliche Zinshöhe der Geschäftsbanken. Die Einlagenfazilität ist der Zins mit dem Guthaben von Geschäftsbanken auf EZB Konten verzinst werden.
Es bleibt abzuwarten wie die positiven Nachrichten aus der Eurozone in den nächsten Tagen verarbeitet werden. Eine Gefährdung oder Bruch des Hochs vom vergangen Mittwoch bei EUR/USD 1,4447 erscheint dennoch wenig wahrscheinlich.