EZB und BoE im Blickpunkt

6. August -- Die US-Aktienmärkte sind seit Dienstag in Wartestellung gegangen für den bevorstehenden Arbeitsmarktbericht und bringen USD nicht weiter unter Druck gegenüber EUR und GBP. Der ADP-Arbeitsbericht vom Mittwoch, ein Vorbote des US-Arbeitsmarktberichtes, zeigt 371.000 Stellenverluste für Juli 2009. Die Konsensusmeinung für den offiziellen Bericht am Freitag liegt bei 333.000 Arbeitsplatzverlusten.

Vor der Zinsentscheidung der Bank von England und der EZB bewegen sich EUR/USD und GBP/USD seitwärts. Gestern, am Ende der New York Session hat EUR/USD ein neues Wochenhoch bei 1,4447 gebildet, um danach die Seitwärtsbewegung fortzusetzen. GBP/USD hat sein vorläufiges Wochenhoch bereits in der London Session gebildet.

Es wird erwartet, dass die Bank von England das Programm zum Ankauf von Staatsanleihen (unorthodoxe Maßnahmen) beendet, was ein sehr hohes Risiko für GBP/USD Short Positionen vor der Entscheidung darstellt. Von der EZB-Pressekonferenz geht diesbezüglich ein geringeres Risiko aus. Es gibt fast keine Neuigkeiten mit der die EZB den Markt positiv überraschen könnte und weitere EUR/USD Aufwertungen in den Bereich 1,4570-1,4700 rechtfertigen würde.

Da an den Rohstoffmärkten keine Kursrückgänge stattgefunden haben, kam es bisher nicht zu einer Gegenbewegung in EUR/USD und GBP/USD. Der Preis für Rohöl liegt über 71,00 USD und für die Feinunze Gold bei 960,00 USD. Die Anstiege haben den US-Dollar in den letzten Tagen zusätzlich belastet.

Am Mittwoch vor acht Tagen konnte man sehen wie gut der Zusammenhang auch in die andere Richtung funktioniert, nachdem Gold von 939,10 auf 928,64 US-Dollar und Öl von 66,59 auf 63,85 US-Dollar zurückgegangen waren, sind EUR/USD auf 1,4006 bzw. GBP/USD auf 1,6338 gefallen.

Ein erstes Zeichen einer bevorstehenden Sentiment Änderung könnte es heute in der Tokio Session gegeben haben. Nach einem besser als erwarteten australischen Arbeitsmarktbericht, konnte AUD/USD die Aufwärtsbewegung nicht fortsetzen.