EUR/USD fällt
6. Juli -- Die aktuellen Prognosen institutioneller Marktteilnehmer für das 3. und 4. Quartal 2009:
| EUR/USD | bis 30.09.09 | bis 31.12.09 |
| Deutsche Bank | 1,3000 | 1,2000 |
| UBS | 1,4000 | 1,4500 |
| Barclays | 1,3000 | 1,3000 |
| Morgan Stanley | 1,4200 | 1,4700 |
Die von der EZB bereitgestellte Liquidität in Höhe von 443 Milliarden Euro wird von den Geschäftsbanken offensichtlich nicht weitergegeben, sondern auf EZB-Konten geparkt. Der deutsche Finanzminister hat sich eingeschaltet und auf eine Frage bzgl. Kreditklemme folgendes gesagt:
"Wenn es im zweiten Halbjahr zu einer echten Kreditklemme kommen sollte, wird sich die Bundesregierung mit der Bundesbank zusammensetzen und nach Lösungen suchen müssen"
"Dabei müsste man dann über Maßnahmen nachdenken, die es noch nicht gegeben hat."
Auf eine Frage über die Einführung von Zwangskrediten:
"Ich will darüber jetzt nicht spekulieren. Aber wir werden alle Anstrengungen unternehmen müssen, die Versorgung der Wirtschaft mit Krediten sicherzustellen."
Daneben besteht kurz bis mittelfristig eine anhaltendes Deflationsrisiko in der Eurozone mit Inflationserwartungen deutlich unter 2%. Da die EZB Preisstabilität mit einer jährlichen Inflationsrate von unter 2%, jedoch nahe 2% definiert, kann die berechtigte Frage gestellt werden, was die EZB aktuell vorantreibt, um einen Anstieg der Inflationserwartungen zu erreichen.

Charttechnisch wurde die erneute Aufwärtsbewegung in EUR/USD (grüne Linie) beendet und nächstes Ziel ist die Unterstützung bei 1,3825.