Warum EUR/USD steigt...
Dollar Schwäche ungleich Euro Stärke
Das hohe US-Haushaltsdefizit sowie die heißgelaufene Notenpresse der Fed belasten den US-Dollar. Der Euro steigt nicht aufgrund seiner eigenen Stärke sondern seinem Status als Anti-Dollar. Die europäische Gemeinschaftswährung ist mit großem Abstand vor GBP und JPY die zweitwichtigste internationale Reservewährung. Es wird umgeschichtet aus dem US-Dollar in den Euroraum.
Wachsende Risikobereitschaft
Bei steigenden Aktienmärkte und sinkenden Volatilitäten fließt Geld aus den USA in zyklische Währungen wie AUD, CAD und Währungsräume mit höheren Renditen bei Staatsanleihen als in den USA. Insbesondere Letzteres konnte dem Euro helfen.

Notenpresse die Zweite
Steigende Aktienmärkte und steigende Renditen amerikanischer Staatsanleihen. Die Renditen von 10-Jährigen US Staatsanleihen (Notes) sind vom 14. Mai 2009 – 1. Juni 2009 von 3,09% auf 3,67% gestiegen. Dies geht einher mit fallenden Kursen bei Staatsanleihen und verdeutlicht die Kapitalabflüsse aus US-Staatsanleihen. Die Fed könnte eine neue Runde von unorthodoxen Maßnahmen einleiten, d.h. noch mehr Geld drucken und Staatsanleihen kaufen, um die Renditen wieder herunter zu bringen. Bei steigenden Renditen ist eine nachhaltige Erholung am US-Immobilienmarkt schwierig, da die Kosten für neue Hypotheken auch steigen.

Der Spread zwischen 10-Jährigen Bundesanleihen und US-Notes ist derzeit nahe 0%.
Wie es weiter geht mit EUR/USD?
Keine Ahnung, deswegen sind wir umgestiegen auf USD/JPY, da weniger volatil und mittelfristig die Wahrscheinlichkeiten sehr gut stehen, das USD/JPY nach oben geht.
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